Gründungsfahne vorneFahne zum 100 jährigen JubiläumAlle Fahnen des Gesangverein "Jugendmut" 1876 Geilshausen e.V.Fahne zum 125 jährigen JubiläumGründungsfahne hinten

Chorproben

Celebration

Mo: 19:00 im DGH Geilshausen

Kinderchor

- entfällt -

Geschichte des Gesangvereins "1876 Jugendmut Geilshausen" e.V.

Der Gesangverein wurde offiziell im Jahr 1875 gegründet. Es besteht jedoch die berechtigte Annahme, dass schon um 1848 ein Singverein bestand, an den noch ein Waldstück, genannt "die Singvereinsfichten" erinnert.

Zu den Gründern des Vereins zählten Christian Zimmer, Jost Wagner, Heinrich Weber, Wilheim Müller, Karl Wagner, Jost Kaus, Balthasar Zimmer und Balthasar Luh, letzter ein eifriger Förderer des Vereins. Der erste Dirigent war Lehrer Ziegler, aus Geilshausen.

1876 fand  auf dem Grundstück von Karl Niebergall das erste Fest der Fahnenweihe statt, welches fast völlig verregnet war. Bestand der Verein zur Gründung nur aus 13 Mitgliedern, brachte das Fest großen Zuwachs, vor allem an Jugendlichen, was ihm den Namen einbrachte.

Lehrer Ziegler folgten Lehrer Gerhard und Lehrer Wolf. Im Jahre 1898 halbierte sich die Mitgliederzahl nahezu gemäß den Dorfpolitischen Verhältnissen. Die "Schwarzen" traten aus, die "Roten" hielten den Verein, nur 2 "Schwarze" blieben dem Verein treu. Das Fest zum 25 Jährigen Jubiläums wurde auf Grund der Dorfstreitigkeiten 1901 vom damaligen Kreisamt verboten und wurde 1902 am 1. Juni bei schönem Wetter am Festplatz unterhalb des Bahnhofs nachgeholt. Zum Fest bestand der Verein nur noch aus 17 Sängern, mit dem Vorsitzenden Peter Erb.

Trotz der geringen Zahl der Sänger wurde das Fest im Sinne des Jugendmutes veranstaltet, damaliger Dirigent war Herr Vomend aus Leidenhofen. Das Fest erhöhte die Sängerzahl auf 30 und nach dem Fest übernahm Lehrer Will die Dirigentschaft. Ihm folgten Lehrer Eberle, Lehrer Lenz und Lehrer Gompf.

1907 trat der Verein dem Lumdataler Sängerbunds bei. Nach dem Beitritt übernahm der Vorsitzende des Lumdataler Sängerbundes Lehrer Ziegler die Dirigentschaft des Vereins. Der Verein nahm nun an Sängertreffen teil und richtete in 1913 ein Sängertreffen Geilshausen aus. 1914 beteiligte sich der Verein unter Vorsitz von W. Müller und dem Dirigent von Lehrer Ziegler am hiesigen Kriegerfest.

Zum ersten Weltkrieg wurde die Hälfte des Vereins eingezogen. Der Verein betrauert als gefallen und vermisst die Sängerkamerade:

Emil BuchnerHeinrich Hilberg
Heinrich KrugWilhelm Wallenfels
Wilhelm MüllerChristian Müller
Konrad GünkelChristian Niebergall
Karl GröbWilhelm Erb

Ende 1919 versammelten sich die aus dem Krieg zurückgekehrten Sänger und Jugendliche über 18, um den Singstundenbetrieb wieder aufnehmen zu können. Vorsitzender war Konrad Schomber und Dirigent Lehrer Paul, auf Grund seiner musikalischen Begabung der Verein Erfolge erringen konnte. Der Verein beteiligte eifrig an Wertungssingen und Wettstreiten 1922 in Treis, 1924 in Odenhausen und Homberg, 1925 in Allendorf/Lumda und 1926 in Daubrigen. 

Am 5. Juli 1927 feierte der Verein sein 50 jähriges Jubiläum und richtete aus diesen Anlass ein Wertungssingen des Lumdatalsängerbundes aus, der Verein zählte damals 45 aktive Sänger. Die Festdamen waren Emilie Opper, Minna Seipp und Käthchen Becker. Emilie Opper überreichte die gestiftete Fahnenschleife. Festreden hielten der Vorsitzende Konrad Schomber, Bürgermeister Wagner, Pfarrer Thorn und Bundesvorsitzender Lehrer Ziegler aus Kesselbach.

Nach Versetzung von Lehrer Paul, übernahm Herr Sommerlad aus Beuern die Dirigentschaft. Unter dessen Dirigentschaft nahm der Verein an Wertungssingen 1928 in Climbach, 1929 in Staufenberg und 1930 in Odenhausen/Lahn und in Queckborn teil. 1931 übernahm Lehrer Flath die musikalische Leitung und setzte die Tradition des Vereins fort. Unter dessen Leitung besuchte der Verein mit Erfolg das Kritiksingen in Gießen. 1932 fand das Wertungssingen in Geilshausen statt. Ende des Jahres wurde Lehrer Flath nach Rüddingshausen versetzt. 1933, dem Jahr der Machtübernahme des Nationalsozialismus, wurde der Lumdatalsängerbund aufgelöst und dem Ohm-Lumdatal-Sängerbund angegliedert. Auch im Gesangverein Jugendmut trat der alte Vorstand zurück und ein neuer unter Vorsitz von Heinrich Preiß wurde gewählt. Dirigent wurde Lehrer Roth, der von Klein-Linden nach Geilshausen versetzt wurde. Trotz des Fortbleibens mehrerer älterer aktiven Sängern  blieb der Gesangverein seiner Rolle als Kulturträger treu und nahm regelmäßig an Wertungssingen teil. 1937 übergab Heinrich Preiß sen. sein Amt an Heinrich Luft. In diesem Jahr wurde noch ein Wertungssingen in Geilshausen unter Kritik von Prof. Dr. Werner aus Darmstadt statt. Nachmittags fand bei herrlichem Wetter das Maifest im Melmeswald statt.

In der Zeit des 2. Weltkriegs vom 1939-1945 setzte die Vereinstätigkeit aus beklagte

die Opfer:
Karl Schnabel, Huge Rehm und Heinrich Petry

und die Vermissten:
Wilhelm Schomber, Wilhelm Vogel und Wilhelm Luh

Beim Einmarsch der Aliierten wurden auf unerklärlicherweise alle Vereinsakten verbrannt. Aufgrund einer Anordnung der Militärregierung wurden die Vereinaktivitäten untersagt. Während dieser Zeit gründete begabte Musiklehrerin Nettelbeck einen Frauenchor, dem auch später Männer beitraten. Dieser Kirchenchor entwickelte mit der Zeit einen gewaltigen Klangkörper, der jedes Jahr ein Konzert im Saale Hofmann und stellte seine Qualität bei vielen kirchlichen Anlässen unter beweis.

Termine

- 25.07.2016 -

letzte Singstunde, um 19:00 Uhr an der Gesangvereinseiche